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2006, 2008, Schwertmeister. Was genau ein “Berührter” ist, wissen nur sehr wenige... Die kurze Erklärung lautet: Das hier.
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Die Designelemente: Es ist ein Versuch, ein Monster nicht aussehen zu lassen wie einen Menschen in einem Gummianzug, sondern mit dem Kostüm die menschliche Anatomie möglichst bedrohlich zu verwischen. Das augenlose Konzept ist nicht das allerneueste, aber trotzdem wirkungsvoll: es befremdet und nimmt dem mimikfixierten Homo Sapiens den zweitwichtigsten Kontaktpunkt. Durch die insektoiden Klauen und die Zehengängerbeine in Verbindung mit einer nach vorn gebeugten Haltung wird außerdem die Silhouette unangenehm nichtmenschlich. Dazu kommt, das es in der Spielwelt sehr gefährlich ist.
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Die Originalmaske (links ohne, rechts mit Bemalung und dem Vorbild, einer handelsüblichen Ungeheuermaske) wurde um einen Billig-Motorradhelm herum aus Polsterschaumstoff gebaut, der entweder mit “Panzerplatten” bezogen oder faltig mit Stoff beklebt wurde, um Haut darzustellen. Acrylfarben.
Da ich aber inzwischen eine Methode gefunden habe, die schnellere Ergebnisse verspricht, ein kurzer Blick auf die Maske unten (ein ähnliches Projekt):
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Der Motorradhelm wurde direkt mit Platten verkleidet. Die Stücke sind schneller zuzuschneiden und besser zu verarbeiten als Polsterschaumstoff.
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Oben links die grundierte Maske, oben rechts die Unterseite. Zu erkennen ist die “Kiefer”-Konstruktion, die keinen Kontakt zum Gesicht des Puppenspielers hat. Kinnriemen unbedingt anziehen!
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Das “Skelett” beginnt mit einer Stoffplatte, die wie der Boden eines Backpacks mit 2 Schulter- und einem Hüftgurt straff getragen wird. Auf die Stoffplatte sind die “Rippen” geklebt und mit mehr Stoff (weiß) seitlich verstärkt. Oben rechts das, was die Kreatur beweglich macht: 3 Dehnfugen an den Bewegungspunkten der Wirbelsäule. Sie werden später verdeckt, können aber arbeiten. Wer sie nicht einplant, kriegt ein Korsett und damit ein unbewegliches, langsames Watschelmonster.
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Oben links das Skelett von vorn. Es ergab sich, das die Gurte für besseren Halt über Kreuz getragen werden müssen. Oben rechts das Skelett von innen. Die Schultern sind bereits weit zurückgeschnitten, um den Halsaufbau vorzubereiten. Man erkennt die Verstärkungen aus weißem Stoff, die den Halt auf der Unterlage verbessern.
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Oben links: Stoffverkleidung. Hierauf wird später die Außenhaut geklebt. Beachtet, das die Dehnfugen nicht zugeklebt wurden. Oben rechts: die ersten Segmente der Außenhaut des Rückens machen die Fugen unsichtbar. Sie werden ab jetzt einfach nur passend ergänzt.
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Der Rücken von hinten. Die unsichtbaren Fugen geben ihm die Bewegungsfreiheit, die man zum Rennen und Kämpfen braucht. Der Carapace ist erheblich leichter und komfortabler zu tragen als eine Metallrüstung.
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Die Beine sind 2teilig. Oben links: die Menschenbeine unter dem Kostüm sind gerade. Das große Beinvolumen verwischt die menschliche Kontur. Oben rechts: maximale Abwinkelung. Jetzt ist die Illusion dahin. Bei normalem Laufen bewegen sich die Beine jedoch verstörend “naturgetreu”.
Auf Utube kann man ihn in Bewegung sehen http://www.youtube.com/watch?v=BvhrGyzF9J4
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Die Oberschenkel von innen. Sie sind aus Polsterschaumstoff geschnitzt und mit Platten und Stoff beklebt. Die Innenseiten sind nur mit Stoff beklebte Platten, die von breitem Klettband gehalten werden. Oben rechts: Selbstjustierendes Klettband. Beim Einsatz von Velcro muß die Zugrichtung beachtet werden, sonst geht es auf. Durch die bewegliche Befestigung stellt es sich in diesem Fall automatisch in den optimalen Winkel (wie bei einer schußsicheren Weste) und hält die Prothese straff auf dem Oberschenkel. In der Höhe wird die Konstruktion duch Clipschließen gehalten, deren Gegenstücke auf dem Overall vernäht sind. Es gibt kein one-size-fits-all-monster; es muß genau passen oder die Beine funktionieren nicht.
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Oben links noch einmal die Beine (die des Menschen sind gerade). Die Füße (siehe unten) werden auf normale Schuhe gebunden. Grobe Sohle, knöchelhoch, aber keine Kampfstiefel. Oben rechts “Attack-Mode”. Mit dem Klingenrücken wird Guyver-Style geschlagen. Keine Stiche!
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Unten: die Waffen sind gelatexte Polsterwaffen mit geschlossenem Handschutz. Sie werden mit der Klinge nach unten getragen und schlagen mit dem Klingenrücken Unterhandtechniken. Üben. Die Griffe (Rattan) haben am oberen Ende Schaumstoffsegmente, um bei Handtreffern keine fremden Waffen zu beschädigen.
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Anziehen: Monster sollen sich alleine anziehen können. Es geschieht immer unter Zeitdruck und meistens bei schlechtem Licht. Grundregel: Von Unten nach Oben, also in diesem Fall:
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Oben links: Overall, Sturmhaube (falsch herum getragen verschwindet das Gesicht des Puppenspielers), 2 Füße, 2 Unterschenkel, 2 Oberschenkel, Körper, Unterarme, Helm, Waffen. Dann wollen wir mal...Zeit läuft, Orga drängelt. Oben rechts: Man erkennt am Overall an Hüfte und Knie die angenähten Clipschließen, am Oberschenkel breites Klettband für die jeweiligen Gegenstücke der Prothesen.
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Auf den Steg der Füße treten, Bänder hintern herumführen und vorne fest zuknoten. Sie dürfen nicht aufgehen. Der Weichschaumstoff auf dem Fußrücken gibt nicht nur Volumen, sondern sorgt auch für Halt.
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Oben links: Unterschenkel und Füße fertig. Oben rechts: Oberschenkel einklipsen.
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Oben links: Oberschenkel mit Klettband schließen Oben rechts: Beine fertig.
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